30. August 2007 August 30, 2007
Posted by Mareike in Hyderabad, Indien.add a comment
Heute waren wir auf der Geburtstagsfeier von Jesus, dem neuen Spanischlehrer an der Uni. Er ist 28 Jahre alt geworden, es gab zwei leckere Kuchen (so süß, das ist echt übel, ich meine wirklich süß, ich mag ja gerne süße Speisen aber das war selbst für mich am Limit ^^), einmal Black Forest Cake und einen Schokokuchen; übrigens nicht selbst gebacken, sondern man holt die Kuchen etc. hier in Hotels. Haben für unsere kleine Feier gestern – schreibe heute am 2. September, bin nicht hinterher gekommen, mache mir aber täglich Notizen – (haben Nikhil und unseren Nachbar Michael eingeladen) auch einen schönen Schokokuchen geholt, der 315 Rupien gekostet hat. Aber zurück zur Feier, wir kannten niemanden außer Jesus und Muffi, mit dem ich mich sehr gut unterhalten habe. Muffi ist auch Moslem, eigentlich heißt er ja Muffatzaad oder so, aber weil das relativ kompliziert ist, hat er seinen Spitznamen Muffi. Mit dabei waren auch Oren und Kulo, aus dem Nagaland, Oren macht hier seinen Doktor. Dann habe ich mich noch mit einen Isam, bzw. Osam aus dem Jemen unterhalten; es gab ständig Verwechslungen, weil Jemeni Person aus dem Jemen bedeutet, aber eben Germany sehr ähnelt ^^. Aber der Typ war irgendwie unheimlich, son Osama halt. Dann war noch ein Inder mit dabei, hab seinen Namen leider wieder vergessen, der aber sehr bereitwillig über verschiedene Hindugötter erzählt hat, Ganesh und Hanuman (der Affe), er hat in Mexico City gelebt und spricht auch Spanisch. Dann waren noch zwei Französischlehrerinnen mit dabei, mit denen ich mich aber gar nicht unterhalten habe, eine war mir auch unsympathisch, Wackesse eben ^^. Es gab auch noch Mojito und eine sehr leckere Tortilla (die Anja nun auch machen kann, weil wir unseren kleinen Ofen doch noch reaktiviert haben), gegen Ende des Abends wurden auch noch zwei Gitarren rausgekramt, um zu singen, hat mich leicht an die Kelly Family erinnert. Oh, unser Geschenk waren Minzblätter (für den Mojito) und Kekse aus einem speziellen Brotladen, den uns am Morgen Madhu gezeigt hat. Haben bei der Gelegenheit auch ihren Hausrikschafahrer kennengelernt (waren in Secunderabad), einen etwas älteren, aber verlässlichen Fahrer.Waren in einem totalen poshladen, fabindia, der ökologische Sachen verkauft, haben Honig gekauft (egyptian clover) und noch ein indisches Oberteil (rot mit schwarzem Muster und knielang). Heute konnte ich auch das indische Hupverhalten beobachten; Kirtan (so ein Softwareinder, sieht aber total aus wie Desmond von Lost, nur eben dunkler, fährt einen fetten Ford) hat uns gegen ein Uhr nachts nach Hause gebracht (Hyderabad sieht dann total aus wie eine Geisterstadt, kein Mensch mehr auf der Straße, ganz schön komisch, wenn man die Main Road tagsüber sieht), und er hatte irgendwie sehr interessante Hupanfälle, sehr lustig. Hier wird ständig gehupt, und anstatt einer Warnblinkanlage gibt es lustige Lieder, wie z.B. Heilige Nacht etc. die dann in Handymelodiemanier gespielt werden. Die spinnen die Inder ^^
28. August 2007 August 28, 2007
Posted by Mareike in Hyderabad, Indien.add a comment
Am Morgen sind Anja und ich los, um Schuhe zu kaufen, nachdem es meine deutschen, schönen Flipflops leider nicht länger gemacht haben, auf dem Weg dahin sind wir von einem Kind angebettelt worden, Anja hat sich etwas rabiater gewehrt, und hat eine auf den Arm gebatscht bekommen, das Kind ist natürlich dann abgehauen. So eine kleine Ratte, die Bettler hier sind größtenteils organisiert, bzw. immer an den gleichen Stellen zu finden (der Karren zum Beispiel, dort sitzt ein bettelnder Mann, der von einer Frau in einem gewissen Radius herumgeschoben wird, echt eklig weil seine Hände irgendwie verbunden sind), dann gibt es noch die Frauen mit kleinen Kindern auf dem Arm (Mike meinte, die wären ausgeliehen von wirklich armen Familien, oder einfach weggegeben, meistens Mädchen; die Kinder würden dann mit Drogen ruhig gestellt). Soviel zum Thema Bettler, sicher gibt es auch wirklich arme Menschen, aber es gibt einmal aggressives betteln und eben unaufdringliches. Haben es dann noch unbehelligt zum Schuhladen geschafft, habe mir dort ein Paar choppals für ca. 190 Rupien gekauft, von Bata. Sie haben ein sehr schönes rotes Band, einen leichten Absatz und sind leider etwas schwer. Das waren aber die Besten, die ich dort gesehen habe, sie hatten nicht viel Auswahl, und ich mag die Schuhe mit dem Ring um den großen Zeh nicht gerne. Dann waren wir noch salwars kaufen, es gab ein spezielles Angebot in dem Laden, nämlich kaufe zwei, bekomme eins umsonst. Habe mir einen sehr schönen dunkelblauen und einen gelben mit pinker Hose und Schal geholt, die Qualität ist nicht sehr gut (Martin hat am selben Tag noch eine Naht genäht, die gerissen war) und ich vermute stark, dass der Preis zu hoch war. Ich habe dann noch 50 Rupien rausgehandelt, nur da war der hohe Preis schon bezahlt, aber immerhin. Anja hat einen schwarzen salwar, das abändern war übrigens kostenlos und sie haben uns auch eine Schnur durch den Hosenbund gezogen, nachdem ich sie darauf hingewiesen hatte. Ich habe das Gefühl, dass ich langsam paranoid werde, man vermutet hier überall betrogen zu werden weil man weiß und Ausländer ist, aber das ist natürlich nicht bei allen Händlern der Fall. Handeln ist man als Europäer auch gar nicht wirklich gewöhnt, aber man muss es bei den Straßenhändlern einfach versuchen, es gibt da eine gewisse Taktik, kein großes Interesse an der Ware zeigen, und dann versuchen freundlich zu handeln. Die 50 Rupien haben uns dann noch ein Essen beim Hyderabad House eingebracht. Nachmittags hatte ich noch Uni, haben Naveen noch getroffen, der uns netterweise ein paar Zitronen von seinem Strauch mitgebracht hat. Vor dem adminsitrative building war ein sehr schönes Blumenmuster gestreut, wegen einem anderen Fest (bin mir nicht sicher was es war bei der Vielzahl). Heute wat auch das Schwester-Bruder Fest, wo die Schwestern ihren Brüdern ein Armband, Rakhi, umlegen als Zeichen gegenseitiger Verbundenheit. Gegen Abend waren Anja und ich noch mit Lillu einkaufen, in der Jamesroad, in der Nähe des Paradise (dort soll es die besten Biryani geben). Waren auf so einer richtig schönen kleinen Bazaarstraße, haben dort Stoff gekauft, um uns davon einen schönen salwar schneidern zu lassen (der .Stoffladen hieß cheap jack ^^). Ein bisschen mulmig war mir schon zumute, wegen den Bombenanschlägen, denn in dieser Straße war soviel los, da merkt niemand eine abgestellte Plastiktüte. Evelyn, Lillus Nichte, war auch noch mit dabei, sie hat eine kleine Tochter die Ashley heißt und ist anscheinend auch Anglo-Indisch. Als wir den Stoff gekauft haben, meinte Lillu dass Weiße alle Farben tragen könnten und Ashley extra lange Ärmel trägt, um nicht dunkel zu werden, Wir haben zu viert eine Rikscha genommen, was auch noch mal sehr interessant war. Sind auf dem Weg dahin durch einen kleinen Wald gefahren, wo früher die Railroad Siedlungen der Anglo-Inder waren, es war richtig schön kühl dort aber auf der Straße waren leider kleine Hundewelpen, was mir etwas Sorgen bereitet hat, denn die Kleinen waren noch nicht überfahren. Auf dem Rückweg, gegen 21 Uhr, war es auch ziemlich schwer noch eine Rikscha zu finden, denn gegen Feierabend weigern sich viele Fahrer noch weitere Strecken zu fahren, weil sie auf dem Weg zurück wahrscheinlich eine Leerfahrt machen. Die Rikschafahrten habe ich sehr gerne, weil man dann soviel sieht, ohne wirklich damit in Berührung zu kommen, z.B. schlafende Inder; Inder können wirklich überall schlafen, habe schon schlafende Männer (sind eigentlich nur Männer, wenn ich näher überlege) auf den begrünten Verkehrsinseln bei großen Kreisverkehren gesehen, und da ist es wirklich laut (Gehupe, das einem irgendwann nicht mehr auffällt, es sei denn ein großer Bus ist hinter einem, da bekommt man schon einen Schrecken).









