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18. Oktober Oktober 18, 2007

Posted by Mareike in CIEFL, Hyderabad, Indien.
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Namaste, für mich hat heute das Wochenende begonnen XD Ich habe ja ein bißchen Gewissensbisse, dass ich nur drei Veranstaltungen in der Woche habe, nämlich Writing for Television (zwei Mal wöchentlich jeweils zwei Stunden) und Contemporary India (einmal wöchentlich, zwei Stunden) bei Satish, und dann meinen Spanischkurs (drei Mal die Woche zu je zwei Stunden). Eigentlich hatte ich ja noch Postcolonialism bei Mahasweeta, aber drei Stunden Unterricht, der meistens nur aus Vorträgen von Studenten (abgelesene Texte!), bei laufenden Ventilatoren, besteht, habe ich aufgegeben, die Zeit nutze ich dann lieber sinnvoller. Es ist schade, dass wir nicht mehr auf dem Campus leben können, im nachhinein betrachtet, war es einfacher und komfortabler; aber leider gab es keine Unterbringung im Hostel; das Women’s Hostel hat nur zwei Etagen und ist nicht sehr groß, das Men’s Hostel hat zwar auch nur zwei Etagen, ist dafür aber größer angelegt (und auch ziemlich widerlich, bei den Mädels ist es eher gemütlich und auch sauberer); ein neues Hostel, diesmal nicht nach Geschlechtern getrennt, ist im Bau. Den heutigen Tag werde ich mit Spanisch und Hindi (ich und der Oblique Case ^^) verbringen, sowie den letzten Band Harry Potter, den mir Nikhil freundlicherweise geliehen hat, endlich auslesen. Weil dann mein Lesestoff bald zu Ende geht, habe ich mir aus unserer tollen Ramesh Mohan Bibliothek ^^ das Buch In an Ancient Land von Amitav Gosh ausgeliehen, leider war es das einzige Buch neben dem Calcutta Chromosome, das sie von Gosh da hatten. Ich habe die alte Ausgabe von Hindi jetzt schon dreimal verlängert, und es ging ohne Probleme! Ich führe es ja auf das Buch zurück, letztens hat mich ein Mitarbeiter gefragt, ob ich Hindi spreche, da schwebte ich ja für fünf Sekunden im siebten Himmel, bis mir das Wort für „ein bisschen“ nicht mehr einfiel und ich leider auf Englisch antworten musste ^^. Heute abend gehen wir zum Karaoke ins 10 Downing Street, ein Pub im Lifestyle; eigentlich habe ich nicht viel Lust (aber heute feiert Leslie, eine Französin, ihren Abschied), denn als ich letzte Woche das erste Mal da war, entschied ich mich, dass man das nur alle drei Monate mal aushalten kann XD Die Musik ist VIEL zu laut, laute Musik heißt leider nicht gute Stimmung; deshalb habe ich fast den ganzen Abend damit verbracht, mich mit Romain, dem Franzosen und meinem Sitznachbar anzuschreien. Sein ungewohnter französischer Akzent kam noch dazu, warum ist Völkerverständigung nur so schwer? Ich hatte aber als Ausgleich eine Pina Colada, die zwar sehr süß, aber lecker war (nicht ganz so süß wie diverse mörderische Monstertorten, die wir schon gegessen habe; bisher hält die Sachertorte aus Bangalore den Rekord auf der Süße- und Fettigkeitsskala ^^), die Musik war auch nicht so das Wahre, größtenteils Midimusik, und alle Lieder sind westlich, kein einziges von indischen Künstlern; schade, auch wenn es nur so was schreckliches wie die Bombay Rockers wäre, die ja mehr oder weniger moderne Musik a la Hindipop produzieren. Wir hatten dann auch unseren großen Auftritt, wir haben Roxanne gesungen (leider kannte ich das Lied nicht, aber bei einer Meute von 15 Leuten fällt das nicht auf); erstaunlicherweise hielten sich aber auch Inder in dem Pub auf, die Mädels im westlichen Outfit und etwas überdreht, der Rest setzte sich aus Geschäftsleuten (?) oder Arbeitskollegen zusammen.  Heute kommt unser Babu aber mit, denn letzte Woche hat er das Haus gehütet weil er sich auf einen Vortag vorbereitet hat. Letzte Woche waren wir noch bei Carlos, dem Columbianer, der mit drei anderen Indern in Begumpet wohnt; die Jungs waren sehr freundlich, wenn auch leicht durchgeknallt; ein Inder hatte blaue Kontaktlinsen an, was schon leicht shocking war XD Er hat dann auch den Rest des Abends auf einer Gitarre herumgeklimpert, begleitet von Jesus. Don Jesus hat sich leicht angetrunken und bekifft, Spanier… kein Benehmen ;) Ich hatte auch ohne Drogen meinen Spaß, wir sind dann gegen zwei mit dem Don nach Hause gefahren und haben zu dieser Uhrzeit auch einen vernünftigen Rikschawallah gefunden, der uns für den normalen Preis (der Preis des Meters plus die Hälfte, das ist der Nachtzuschlag) nach Tarnaka gefahren hat; zu diesen Uhrzeiten sind die Putzis draußen, die bis morgens um sieben die Straße kehren; oder Polizei, die die Papiere der Autos oder Rikschafahrer kontrollieren; zum Glück haben sie sich bisher immer benommen. Mal sehen was uns also heute Abend erwartet ^^

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