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27. Februar – Artikel Februar 28, 2008

Posted by Mareike in Hyderabad, Indien.
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Hier ist mein Beitrag, den ich für die Studentenzeitung an der Uni geschrieben habe:

It is nearly March by now, and the time to be spent in India is flying by day by day. During the time of my visit, I have developed something like a love-hate relationship with India. As a foreigner, local students love to ask questions like “How do you like it here?”, and sometimes it was not an easy task to give a suitable answer without hurting the feelings of a sensitive Indian (“What, you folks did not like the Taj Mahal?!” was the immediate, and shocked question of an Indian friend, when we merely said we would have imagined it bigger from pictures). I told one student that sometimes I was treated very well, but sometimes very badly, which is a normal experience for a foreigner, I guess. By now, I am more or less used to the daily routine which could cause some trouble, for instance the little quarrels with beastie autodrivers (but admittedly, we also found some nice chaps, but for whatever reason you tend to remember the stupid ones). However, I have not forgotten the good times which made me smile and laugh – from our own servants who clang to our heels at a wedding (I call that strange Indian hospitality), or being the main attraction when we buy food from “our” street vendor around the corner, or the fun involved when communicating with hands and feet.

>Stereotypes also turned out to be quite amusing sometimes – I recall a Sikh named Pipi whom we met on a train trip from Agra to Delhi. He was very interested in us and eventually saved us from further inconvenience because he put a good word in when the conductor came (there was a misunderstanding on the train classes and we were supposed to shift to another class). While Martin was on the toilet, he asked Anja and me whether we were married or had boyfriends (of course we had), but suspected us to use Martin “to pass the time” (I leave some space for interpretation here). Apart from this, he behaved quite well – maybe he picked up this impression in a James Bond movie, so may his soul be forgiven. I think cultural exchange is vital to erase such clichés, in order to confront Indians with their stereotypes and vice versa. Sadly, some conversations do not go beyond the “which country?” question, because the English command of average Indians appears to be quite limited (the same applies to us of course – in terms of the local language or at least Hindi).

I do not regret my decision to study in India at all, although we went through annoying business with the Indian bureaucracy; for example all those stupid errands for the registration with the police – why on earth do you need a HIV certification? In a couple of situations, the administration of the university was not any different from that of the police: so many times we were asked to get more signatures, to come back tomorrow or next week. This is certainly a shame for a university’s administration (those were the moments when at least one of us was close to go berserk). I really do hope that this will change in future: you CAN do it, administration of the EFLU!

Finally, I would like to say thank you to all the friendly and warm people we have met, and I hope we will meet again – don’t know when, don’t know where, but I know we will meet again some sunny day!

23. Februar 2008 – ein eigener Sari Februar 27, 2008

Posted by Mareike in Hyderabad, Indien.
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Vergangenen Samstag habe ich mir einen Sari gekauft und bin nun auch stolze Besitzerin eines edlen, dunkelroten Seidensaris. Leider, leider wird das gute Stück als Tagesdecke für mein Bett enden, denn außer an Karneval habe ich keine wirkliche Verwendung dafür. Und dann stellt sich die Frage, ob ich mich dann noch daran erinnere, wie man das Ding bindet. Der Sari hat um die 45 Euro gekostet und gerade habe ich die Bluse zum Schneider gebracht, dort habe ich etwas warten müssen weil vor mir zwei Muslima waren (natürlich komplett verhüllt, nur die Augen frei), die unheimlich viel Zeug für den Schneider hatten und ihre Vorstellungen mit ihm diskutiert haben. Aber da ich ja in den letzen Wochen kaum etwas zu tun habe, hatte ich Zeit und habe so versucht ihre Unterhaltung auf Hindi zu verstehen. Ich verstehe schon einigermaßen viel, aber wenn es um Spezialvokabular geht, habe ich auch keine Ahnung – und unser Schneiderlein kann auch so gut wie null Englisch. Irgendwie habe ich mich ihm dann aber verständlich gemacht, was ich denn 1.) überhaupt mit dem Stofffetzen da will, denn ich dachte eigentlich dass es schon so nach Saribluse aussehen würde, tat es aber nicht ^^ 2) dass ich bitte lining in der Bluse haben möchte – da es Seide ist, sieht es unschön aus wenn sich Schweißflecken bilden, deshalb wird die Bluse mit einem „Baumwollpuffer“ versehen 3) wie der Ausschnitt aussehen soll – tief oder hoch. Weil ich jung und weiß bin habe ich mich nach kurzem Überlegen für deep entschieden ^^ (aber keine Bange, das ist nicht irgendwie anzüglich, denn der Sari bedeckt die Brust, also kann man nichts sehen). Jaja, wir hatten wieder viel Spaß miteinander; unser Schneider ist ziemlich sympathisch, er hat noch nie versucht uns übers Ohr zu hauen und wir waren immer zufrieden mit seiner Arbeit. Außerdem bringen wir ihn manchmal sogar zum Lächeln oder zum Lachen – sonst schaut er immer so ernst. Dank Lalita wusste ich überhaupt, dass es so was wie lining überhaupt gibt; ich habe ihr den Sari gezeigt und er hat ihr ausgesprochen gut gefallen, sie meinte er wäre sehr traditionell. Am Samstag hatte ich für den Kauf indische Beratung mit, und zwar die Besitzerin der Wohnung über uns – eine ältere Frau, vor ein paar Monaten noch Professorin für Physik, jetzt ist sie aber pensioniert. Ihren Namen habe ich leider wieder vergessen, aber ihre Namenspatronin war die Schwester von Krishna. Jedenfalls war sie sehr freundlich und natürlich, ich habe mich sehr gut mit ihr verstanden und hatte Glück dass sie zufällig bei Lillu hereingeschaut hat (ich hatte Lillu und Chinokus Mutter bei einem kleinen Plausch im Treppenhaus erzählt, dass ich mir einen Sari kaufen möchte). Meine Beraterin hat nie geheiratet, was eine bewusste Entscheidung ihrerseits war – sehr außergewöhnlich. Es wäre aber auch schade gewesen, wenn ihr Talent für Naturwissenschaften einfach in irgendeiner Küche versandet wäre. Außerdem kennt sie sich mit Saris sehr gut aus, sie hat Saris fast ihr ganzes Leben getragen, also hatte ich überhaupt keine Bedenken. Sie meinte auch, dass man einen Sari auf den ersten Blick mögen muss, sonst wäre es meistens nichts ^^ Wir waren bei den Chendana Brothers, sie hatten zwar schöne Saris, aber keiner hat mich richtig überzeugt, obwohl wir einen roten und einen grünen Sari in die nähere Auswahl genommen hatten. Sie hatten auch Saris aus Poochampally (das ist der kleine Ort vor Hyderabad, den wir uns am 1. Weihnachten angesehen hatten) da, aber die waren mir zu schlicht – ich werde den Sari hier auf Nandas Hochzeit tragen, die am 9. März stattfindet – und auf Hochzeiten heißt es klotzen und glotzen ;) Dann sind wir zu den R.S. Brothers weitergezogen und dort habe ich dann meinen Sari gefunden. Besonders gut gefällt mir das glänzende, dunkelrot, und es sind Pfauen auf dem Pallu gestickt (der Pfau ist neben dem Tiger eine Art Nationaltier). Der Sari ist auch nicht zu schwer, denn bei Seide geht man nach dem Gewicht, je schwerer desto besser ist die Faustregel, aber ich finde durch den schweren Stoff fällt der Sari nicht schön. Vielleicht erliege ich noch der Versuchung und kaufe mir einen schönen Baumwollsari- macht sich auch besser als Tagesdecke ^^